Was ist Anthroposophie

Anthroposophie wird oft mit "Weisheit vom Menschen" übersetzt. Rudolf Steiner hat diesem Begriff eine etwas andere Nuance gegeben: “Nicht Weisheit vom Menschen ist die richtige Interpretation des Wortes Anthroposophie, sondern Bewußtsein seines Menschentums”.


Anregung zur Erkenntnis

Weder ein starres Menschenbild noch eine dogmatische Lehre will Anthroposophie geben; sie enthält vielmehr Anregungen zur Erkenntnis der noch unbewußten Dimension des eigenen Menschenseins, das in vielfältiger Weise mit Natur und Geschichte verflochten ist. Anthroposophie ist ein innerer Entwicklungsweg, der zu einem vertieften Wahrnehmen führt. Damit bildet sie eine entscheidende Hilfe für das pädagogische Handeln. Der Blick richtet sich auf dasjenige im Kind, was nicht aus Vererbung und Umwelteinflüssen abzuleiten ist: auf die ganz individuellen Begabungen und Anlagen. Diese Eigenkräfte ans Licht zu bringen, sie zu fördern und zu bereichern, erscheint als zentrale Aufgabe anthroposophischer Pädagogik, die sich von daher als Erziehungskunst versteht. Denn wirkliche Kunst zwingt nicht den Stoff, mit dem sie umgeht, sondern bringt seine noch verborgenen Kräfte und Möglichkeiten zur Geltung. Daraus ergeben sich Konsequenzen für die Unterrichtsziele, die Unterrichtsinhalte und die Unterrichtsmethodik.


Einführende Literatur