
Ursprung der anthroposophischen Pädagogik
Woher kommt der Name “Waldorf” ?
Der Name
stammt von der Stuttgarter Zigarettenfabrik "Waldorf-Astoria", deren
Direktor Emil Molt war. Dieser aus einfachen Verhältnissen kommende
Unternehmer hatte sich in der turbulenten Zeit nach dem Ersten
Weltkrieg durch zukunftsweisende Initiativen hervorgetan: Er ließ den
ersten Betriebsrat wählen und richtete in seinem Unternehmen
Arbeiterbildungskurse ein. Aus ihnen entstand bei den Arbeitern der
Wunsch, nun auch für ihre Kinder eine Schule zu bekommen, "in der man
so viel Lebendiges erfährt".
Emil Molt bat daraufhin Rudolf Steiner,
den Begründer der Anthroposophie, die pädagogische Einrichtung der
Schule zu übernehmen. Dieser sagte zu, war beratend bei der
Zusammenstellung des ersten Lehrerkollegiums tätig und legte mit einem
pädagogischen Intensivkurs den geistigen Grundstein der Schule.
Die erste Schule
Am 7. September 1919 fand in Stuttgart die Eröffnungsfeier der ersten Waldorfschule statt.
Inzwischen
gibt es über 600 Waldorf- oder Rudolf Steiner-Schulen in aller Welt;
dabei wächst die Schulbewegung weiterhin an. Neugründungen aber, wie
sie zahlreiche Elterninitiativen wünschen, werden sich nur realisieren
lassen, wenn in genügendem Umfang Waldorflehrer ausgebildet werden.